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        <title>Artikel „Ge~birg“</title>
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            <surname>Sanders</surname>
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            <surname>Göttel</surname>
            <forename>Sebastian</forename>
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            <surname>Wiegand</surname>
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          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
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        <pubPlace>Berlin</pubPlace>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „Ge~birg“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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          <orth expand="Ge~birg" orig="Ge~birg(e">Ge~birg(e</orth>
          <orth expand="Ge~birge" orig="Ge~birg(e">Ge~birg(e</orth>
          <pc>),</pc>
          <gramGrp><pos norm="noun">n.,</pos><gen norm="neuter"/> –(e)s; –e; Gebirgs-:</gramGrp>
        </form>
        <sense n="1)">1) eine Reihe von Bergen, deren Grundflächen an einander ſtoßen, ſ. Berg <bibl><biblScope>1a:</biblScope> <title>Bergketten oder Berggruppen, die eine bedeutende Höhe haben und vorherrſchend aus feſtem Geſtein beſtehn, nennt man G–e; Jm G. und in den Thälern ꝛc. Minder genau zuweilen ſtatt Berg, vgl. Vor- G.: Vierzig G–e brüllen den infernaliſchen Schwank in der Runde herum nach.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>120a.</biblScope></bibl> —</sense>
        <sense n="2)">2) bergm.: Geſtein, ſei es nun ſchon gebrochen oder liege es noch in ſeiner natürlichen Lagerſtätte, ſ. Berg7: Gemeines G., Bruchſteine; Schiefriges G., Schiefergeſtein; Gebreches G., mürbe, leicht zu brechende Steinart ꝛc.; Das Auslaugen der oberſten Decke von Salzthon, dem ſogen. Haſelgebirg. <bibl><author>Körner</author>  <title>Schulm.</title></bibl> <bibl><biblScope>4, 379,</biblScope> <title>ſ. Ur-G.</title></bibl> —</sense>
        <sense n="3)">3) übertr., ſ. <bibl><biblScope>1</biblScope> <title>und Berg</title></bibl> <bibl><biblScope>3,</biblScope> <title>auf Das was einer Reihe von Bergen ähnlich erſcheint: Hoch auf der Fluthen G. wiegt ſich entmaſtet der Kahn.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>76b;</biblScope> <title>Ein lebendes</title></bibl> Waſſer- G–e <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>bildet die toſende See.</title></bibl> <bibl><author>Heine</author>  <title>Reiſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 19;</biblScope> <title>Dort ſtürzt von euren Hebeln</title></bibl> Erz-G. herab. <bibl><author>G.</author> <biblScope>10, 276,</biblScope> <title>eine große, berggleiche Maſſe Erz ꝛc.</title></bibl></sense>
        <note type="remark">
          <note type="label">Anm.</note>
          <p type="note">Veralt. ohne Vorſ. Birg. <bibl><author>HSachs</author> <biblScope>3, 1, 25b;</biblScope></bibl> <bibl><author>Theuerdank</author>  <title>Kap.</title></bibl> <bibl><biblScope>69 ꝛc.</biblScope></bibl></p>
        </note>
        <p type="compositions">
          <p type="introduction">Zſſtzg. ſ. außer 3 die von Berg, ſo z. B. außer einer Menge von Eigenn., wie: Alpen-, Elſter-, Erz-, Eulen-, Fichtel-, Rieſen-, Schweizer-G. ꝛc., nach Dem, womit es bedeckt iſt: Eis- (Sch. 532a), Schnee-, Wald- (G. 6, 97) G. ꝛc., namentl. aber nach dem Hauptbeſtandtheil: Flöz-, Glimmer-, Gneis-, Granit-, Kalk-, Kreide-, Kupferſchiefer-, Marmor-, Molaſſen-, Oolithen-, Salz-, Sandſtein-, Schiefer-, Steinkohlen-, Steinſalz-, Thon-, Thonſchiefer-G., wovon einige auch geologiſch gewiſſe Schichtenfolgen (nach ihrem Alter) bez., ſ. Volger EE. 114 ff., worauf ſich auch die Bez. beziehen, die ,,jetzt freilich kaum einen andern wiſſenſchaftlichen Werth als einen geſchichtlichen“ haben (124): Primär- oder Erſtlings-G. (Übergangs- und Steinkohlen-G.), älteres Sekundär oder Zweitlings- G. (Kupferſchiefer- und Steinſalz-G.), jüngeres Zweitlings-G. (Jura- und Kreide-G.), Tertiär- oder Drittlings-G. (Molaſſen-G.), Quaternär- oder Viertlings-G. (die ſog. Neubildungen). — Zuw. auch nach den darin gefundnen Metallen, z. B.: Gold-G. H. 15, 197 ꝛc. — Āls Bſp. folgende leicht zu mehrende Zſſtzg.: An-: anſteigendes G–e: An dieſem ſchon genugſam wilden A., wo die Reuß hervordrang. G. 22, 361. —</p>
          <entry type="sub"><comp>Bránd-:</comp> Brockes 9, 47, gewöhnl. vulkaniſches G–e. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Erz-:</comp> ſ. o., u. [3]. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Féls-:</comp> G. 12, 242. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Flöz-:</comp> aus Flözen, d. i. wagerechten Erd- und Steinſchichten beſtehnd, als „Ablagerungen zuſammengeflößter Maſſen“ betrachtet, auch „Steinkohlen-G.“ genannt, ſ. Volger EE. 116. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Frǖh-:</comp> ein G. in ſeinem frühern Zuſtand im Vergleich zu dem ſpäter veränderten: Je nachdem an Ort und Stelle ein anderes F. von der Gluth verändert worden. G. 40, 293. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Gáng-:</comp> von Gängen als Lagerſtätten der Metalle durchſchnitten, gemeinſamer Name für die Schichtenfolgen des Ur- und Ubergangsgebirges. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Grúnd-:</comp> Ur-G. — Hāſel- [2]: Salzthon. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Hāūpt-:</comp> Daß ſelten ein H–e ohne Seiten-G–e iſt. Gaſpari. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Hōch-:</comp> Wenn man ſich dem Haupt-G. nähert, gelangt man zuerſt an ſanft anſteigende, oft unmerkliche, faſt immer mit fruchtbarer Erde bedeckte Berge von geringer Höhe, die ſich zuw. ſehr weit vom Hauptſtamme entfernen. Dies iſt das Vor-G–e. Allmählich werden die Berge höher, auch etwas ſteiler, die erhabenen Köpfe derſelben erſcheinen abgerundet und ihre Oberfläche iſt noch fruchtbar. Dieſe gehören zum Mittel-G–e ... Hinter ihnen ... erhebt ſich dann das H–e mit abwechſelnd mächtigen, ſteilen, oft unzugänglichen Abſtürzen und tiefen und engen Abgründen. Gaſpari. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Jūra-:</comp> eigentl. geogr. Eigenname und danach auch geologiſch, Bez. der über dem Steinſalz-G–n folgenden Schichtenreihen überh. Volger EE. 120. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Kámm-:</comp> Der Form nach ſind die Gebirge Maſſen-G–e, wenn ſie nicht vorzugsweiſe nach einer Richtung ausgedehnt ſind; Rand-G–e, wenn ſie den Übergang von der Tiefebene zur Hochebene bilden ...; K–e, wenn ſie ſich vorzugsweiſe nach einer Hauptrichtung erſtrecken. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Krēīde-:</comp> ſ. o., jünger als die Jura-G. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Kúpferſchiefer-:</comp> ſ. o., auf das Steinkohlen- ; G. folgende Schichtenreihen. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Mittel-:</comp> ſ. Hoch- G. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Moláſſen-:</comp> ſ. o. Schichtenfolgen, jünger als die des Kreidegebirgs, doch bereits in ausgedehnten Gegenden auf dem Feſtlande liegend. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Mond(s)-:</comp> Gebirge auf dem Mond: Dieſe Monds-G–e ſind im Allgemeinen zweierlei Art, nämlich Ring-G–e und Bergketten. Die Ring-G–e haben meiſtens die Geſtalt von vft ſehr regelmäßigen, kreisförmigen, ausgetrockneten Teichen, die rings mit einem hohen Walle umgeben ſind, oft viele [Meilen große Flächen einſchließen und in der Mitte dieſer Fläche gewöhnl. einen iſolierten kegelförmigen Berg haben. Littrow. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Nêben-:</comp> Ggſtz. Haupt-G. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Ober-:</comp> das höhere Ge- 9. birge, im Ggſtz. des Untergebirgs, z.B.: Das ſächſiſche O–e. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Ránd-:</comp> ſ. Kamm-G. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Rīēſen-:</comp> ein ſehr hohes Gebirge, gewöhnl. als Eigenn. für das Gebirge zwiſchen Queis- und Boberquelle. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Ríng-:</comp> ſ. Mond-G. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Schnēē-:</comp> auch übertr. [3], z. B.: Ein Sch–e feiner Leinwand. Keller gH. 4, 258. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Sēīten-:</comp> ſ. Haupt-G. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Sīēben-:</comp> ein Gebirge mit 7 Gipfeln, gewöhnl. als Eigenn. für den nordweſtlichen Vorſprung des Weſterwaldes dicht am Rhein, aber z. B. auch von den 7 Hügeln Roms. G. 1, 235. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Sónnen-:</comp> der Sonne zugewandtes, ſüdlich gelegnes Gebirge: In etlichen wilden Töblern der Sonnengebirgen. Stumpf 607b. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Stēīnkohlen-:</comp> ſ. o. und Flöz-G. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Stēīnſalz-:</comp> ſ. o., Schichtenfolgen, die in ihrer Bildung dem Kupferſchiefer-G. ſich anſchloſſen. — Stück- [2]: Berglager, die ſich zu größern Gebirgsmaſſen ausdehnen. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Thāl-:</comp> vom Thal aufwärts ſteigendes G. G. 12, 183; vgl.: Gebirgsthal. ebd. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Übergang(s)-:</comp> den Übergang von den Urzu den Flöz-G–en bildend. G. 40, 216; Humboldt K. 1, 291. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Unter-:</comp> niedriger als 2000“. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Ur-:</comp> Die tiefſten von Pflanzen und Thierüberreſten keine Spur darbietenden Schichten nannte man, dieſer Anſchauung gemäß, das U. oder Grundgebirge, wobei das Wort „Gebirge“ nicht im Sinne der Länderbeſchreibung auf Erhöhungen der Oberfläche, ſondern im bergmänniſchen Sinne [2] auf Geſteine überhaupt, auf Alles, was die Erze undſonſtigen Schätze der Erde „birgt“, alſo auf alle Theile des Bodens, zu beziehen iſt. Volger EE. 114; U–e, ... die höchſten Gebirge der Erde, die, als das Hauptmauerwerk den großen, gegeneinandergethürmten Maſſen zur Widerlage dienen. Gaſpari 214; —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Vōr-:</comp> <sense n="1)">1) vor dem eigentl. oder Haupt-G. liegend: Der Flachsbau findet jedoch nur in den V–n ſtatt. <bibl><author>Grube</author>  <title>Geogr.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 129;</biblScope> <title>Nit allein in dem Alpgebirg .., ſondern auch in den V–en oder Thälern.</title></bibl> <bibl><author>Stumpf</author> <biblScope>607a; 608bꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="2)">2) ein bergartiger Vorſprung des Lands ins Meer, Kap: Das V. Matapan ꝛc. — Wáſſer-, Wéllen-, Wōgen- <bibl><biblScope>[3]</biblScope> <title>u. ä. m.</title></bibl></sense></entry>
        </p>
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