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      <titleStmt>
        <title>Artikel „Bau“</title>
        <author ref="https://viaf.org/viaf/61594915/">
          <persName>
            <surname>Sanders</surname>
            <forename>Daniel</forename>
          </persName>
        </author>
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          <persName>
            <surname>Göttel</surname>
            <forename>Sebastian</forename>
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        </editor>
        <editor>
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            <surname>Wiegand</surname>
            <forename>Frank</forename>
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          <email>edition-sanders@bbaw.de</email>
          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
          <orgName role="hostingInstitution" xml:lang="en">Berlin-Brandenburg Academy of Sciences and Humanities (BBAW)</orgName>
          <orgName role="hostingInstitution" xml:lang="de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW)</orgName>
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             <addrLine>Jägerstr. 22/23, 10117 Berlin</addrLine>
             <country>Germany</country>
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        <pubPlace>Berlin</pubPlace>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „Bau“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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        <lbl>II.</lbl>
        <form type="lemma">
          <orth expand="Bau" orig="Bāū">Bāū</orth>
          <pc>,</pc>
          <gramGrp><pos norm="noun">m.,</pos><gen norm="masculine"/> –(e)s; –e, (Bäue); -:</gramGrp>
        </form>
        <sense>ſowohlabſtrakt das Bauen, als auch konkret das Ergebnis, das Gebaute (ſ. Bauen in den verſch. Bedeutungen und vgl. Baude, Baute, Gebäu, Gebäude):</sense>
        <sense n="1)">1) abſtrakt: <sense n="a)">a) das Bauen, Herrichten zunächſt menſchlicher oder thieriſcher Wohnungen, aber auch umſchloſſener Räume, die als zeitweiliger Aufenthalt oder zum Aufbewahren von Gegenſtänden dienen: Der B. des Hauſes, der Hütte, des <bibl><author>Schloſſes,</author>  <title>der Kirche, des Theaters, der Feſtung, der Stadt, der Scheune, des Speichers, des Kellers, des Grabgewölbes, des Schiffs rückt raſch vor; Viele Vögel und Inſekten, wie die Bienen und Ameiſen, unter den Säugethieren zumal die Biber, zeigen beim B. ihrer Wohnungen einen bewundernswerthen Kunſttrieb (ſ. 2c); Beim B. des Thurms zu Schaden kommen; Zum B. des Herrenhauſes Frohndienſte leiſten ꝛc.</title></bibl> —</sense><sense n="b)">b) Dazu B. <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>Feſtungs-B., als Strafarbeit ver- urtheilter Verbrecher: „Ließ er ihn ins Zuchthaus bringen?“ | Ich dachte gar! Warum nicht lieber auf den B.?</title></bibl> <bibl><author>Gellert</author> <biblScope>1, 246;</biblScope></bibl> <bibl><author>Möſer</author>  <title>Osn.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 197.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="c)">c) die kunſtvolle Zuſammenfügung und Zuſammenſetzung eines Ganzen aus ſeinen Theilen, und wie auch von Gebäuden (a) die Art und Weiſe der Einrichtung und Geſtaltung, Struktur, Wuchs (bei organiſchen Körpern) ꝛc.: Der B. einer Maſchine, einer Lokomotive, eines Wagens ꝛc.; einer Orgel, eines Klaviers ꝛc.; eines Schiffs, Kahns ꝛc.; einer Landſtraße, Chauſſee, Eiſenbahn, eines Kanals, Hafens, Hafendamms, Deichs ꝛc.; Auch der gigant’ſche B. der ſtolzen Roſſe ſchreckt. <bibl><author>Alxinger;</author>  <title>Sie war von zartem B.</title></bibl> <bibl><author>Forſter;</author>  <title>Wird ſie wie Cedern ſchlank ſein? | Wird ſie von kleinem B. ſein?</title></bibl> <bibl><author>Hartmann;</author>  <title>Blüthen von wundervollem B–e.</title></bibl> <bibl><author>Humboldt;</author>  <title>Der B. der kleinſten Blume.</title></bibl> <bibl><author>Lichtwer;</author>  <title>Der purpurrothen Naſe verwunderlicher B.</title></bibl> <bibl><author>Reithard;</author>  <title>Der Locken B.</title></bibl> <bibl><author>Zachariä;</author>  <title>Der kunſtvolle B. der Perioden beim Demoſthenes, der Rhythmen und Verſe beim Pindar; Einſicht in den B. der Sprache; Der B. der Sprachwerkzeuge ꝛc., ſ. Zſſtzg. und</title></bibl> <bibl><biblScope>2.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="d)">d) die auf Ertrag, zumal von Früchten und Mineralien zielende Beſtellung und Bearbeitung und die ganze Einrichtung: Der B. des Weizens erfordert guten Boden; Dem B. obliegen der Äcker. <bibl><author>V.</author>  <title>Th.</title></bibl> <bibl><biblScope>25, 53;</biblScope> <title>Den B. verſchiedener Futterkräuter.</title></bibl> <bibl><author>Möſer</author>  <title>Ph.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 152;</biblScope> <title>Den B. einer Haide im Großen verſucht.</title></bibl> <bibl><biblScope>192;</biblScope> <title>Den Hof, welchen er v. ihm zum B. unterhatte.</title></bibl> <bibl><biblScope>4, 316;</biblScope> <title>B. u. Beſſerung [f. d.].</title></bibl> <bibl><biblScope>326;</biblScope> <title>Halt im B. die Pflanzung, die deine Rechte gepflanzet hat.</title></bibl> <bibl><author>Fiſchart</author>  <title>B.</title></bibl> <bibl><biblScope>54b</biblScope> <title>[Pſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>80, 16],</biblScope> <title>f.</title></bibl> <bibl><biblScope>2e.</biblScope></bibl> — Der B. der Steinkohlen wird eifrig empfohlen. <bibl><author>G.;</author>  <title>Wo ein ſtarker B. aufſehr ſchönen Kohlengruben getrieben wird.</title></bibl> <bibl><author>Lichtenberg.</author>  <title>ſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>2d.</biblScope></bibl> — In erweitertem Sinn auch von der Gewinnung andrer landwirthſchaftlicher Produkte. So z. B.: Seiden-B., vgl. Hanf-, Flachs-, Honig-B., ſ. Zſſtzg. —</sense></sense>
        <sense n="2)">2) konkret: das Gebaute, zuw. auch das zu Bauende, den Bedeutungen unter <bibl><biblScope>1</biblScope> <title>entſprechend und daher umfaſſender als das ſinnverwandte Gebäude (ſ. d. und Gebäu), wovon es ſich auch oft durch die nahgrenzende abſtrakte Bedeutung (1c)</title></bibl> <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>Einrichtung, Zuſammenſetzung, Struktur unterſcheidet, indem Art und Weiſe des Bauwerks zugleich mit bezeichnet wird, z. B.: Wenn wir ſehen, wie an den wiſſenſchaftlichen</title></bibl> Gebäuden nur nach und nach Stein auf Stein geſetzt wird, ſo kommt uns endlich, wenn das Ganze fertig ſteht, der B. weit begreiflicher, unſerm Geiſte faſſlicher vor, als wenn wir uns plötzlich vor dem vollendeten Gebäude finden. <bibl><author>CVogt;</author>  <title>Der Meiſter eines B–es gräbt den Grund | nur deſto tiefer ꝛc.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>=</biblScope> <title>Baumeiſter, wofür nicht füglich: „Meiſter eines Gebäudes“ ſtehen könnte; Die Simplons-Straße, ein Pracht-B. [nicht: Gebäude] Napoleons ꝛc. So heißt auch der einzelne Theil eines Gebäudes, wenn er nicht wieder ein ſelbſtändiges, zur Wohnung dienendes Ganze iſt, B., nicht: Gebäude, vgl.: Grund-, Unter-B. und Neben-, Seiten-Gebäude ꝛc.</title></bibl> <sense n="a)">a) Von menſchlichen Gebäuden und Bauwerken im weiteſten Sinn, und dann auch übertr.: Der Eckſtein, auf welchem der ganze B. in einander gefüget. <bibl><author>Bibl.;</author>  <title>Was er an dem aſtronomiſchen B–e ſchon geleiſtet, was gegründet, was aufgeführt ſei.</title></bibl> <bibl><author>G.;</author>  <title>Die großen B–e, welche die Republik gegen das Meer aufführen läſſt.</title></bibl> <bibl><author>G.;</author>  <title>Laſſt ihr nur darum ew’ge</title></bibl> Bäue gleißen, <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>um ſchnell dieſelben wieder einzureißen?</title></bibl> <bibl><author>EKleiſt</author> <biblScope>1, 6;</biblScope> <title>Die nothwendigen B–e verdingen.</title></bibl> <bibl><author>Schweinichen</author>  <title>ꝛc.</title></bibl> —</sense><sense n="b)">b) (vgl. <bibl><biblScope>a</biblScope> <title>und 1c) Ein aus ſeinen Theilen kunſtvoll zuſammengeſetztes Ganze: Der B. der Welt, der Erde, des Weltalls, des Himmels wird eh einſtürzen ꝛc.</title></bibl> — Ein Punkt der vollendeten Organiſation, von dem an der organiſche B., die feſte Geſtalt, ſich nicht mehr abändert. <bibl><author>WHumboldt;</author>  <title>Zerſtöre Jammer dieſen feſten B. [Körper, Leib], | den ein zu günſtig Alter noch verſchont.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>13, 286;</biblScope> <title>Zurück, mein Geiſt, in dich zurück! | In dieſem eng umſchränkten Bau, | Gott, welcher Gaben Wunderſchau!</title></bibl> <bibl><author>B.</author> <biblScope>12b;</biblScope> <title>Verkünder | einer jüngern Brüderſchaar, | deren B. und Wuchs geſünder, | höher ſei als unſrer war.</title></bibl> <bibl><author>Uhland</author> <biblScope>VIII.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="c)">c) auch von mehr oder minder kunſtvoll hergerichteten thieriſchen Wohnungen (ſ. <bibl><biblScope>1 a),</biblScope> <title>nam.: B–e der Biber, Bienen, Dachſe, Füchſe, Hamſter, Jltiſſe, Kaninchen, Marder, (Fiſch-)Ottern, Wieſel, Wölfe ꝛc., auch: Der Vogel war vom Neſt geflogen; | das Schlängelchen guckte ... in das Innre des B–es.</title></bibl> <bibl><author>Rückert</author>  <title>Nal.</title></bibl> <bibl><biblScope>172;</biblScope> <title>In eines Löwen B. Mak.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 23,</biblScope> <title>und übertr. auf menſchliche Wohnungen, ſcherzhaft: Heut’ überraſch ich Euch in Eurem B.</title></bibl> —</sense><sense n="d)">d) <bibl><biblScope>(1 d)</biblScope> <title>von den Arbeiten, Gruben ꝛc. der Bergleute: Die Höhen um Paris ſind von ſolchen B–en unterminiert.</title></bibl> <bibl><author>Burmeiſter</author>  <title>Geſch.</title></bibl> <bibl><biblScope>271 ꝛc.,</biblScope> <title>ſ. Zſſtzg. wie Gruben-, Tag-B. ꝛc.</title></bibl> —</sense><sense n="e)">e) (ſ. 1d) das beſtellte Land, doch nur ſpeciell <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>Meier-, Bauer-Hof: In Oſtfriesland lagen tauſend B–e oder Höfe, welche unabhängigen Eigenthümern zugehörten.</title></bibl> <bibl><author>Möſer</author>  <title>Ph.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 326 ꝛc.</biblScope> <title>Dazu ver- altet: Ur-B., ein Feld, das in ſeinem Urzuſtande, unbeſtellt, liegt. ſ.</title></bibl> <bibl><author>Friſch</author>  <title>und</title></bibl> <bibl><author>Spate.</author></bibl></sense></sense>
        <note type="remark">
          <note type="label">Anm.</note>
          <p type="note">Die Mehrzahl Bäue nam. bei Älteren. <bibl><author>Fleming</author> <biblScope>23; 72;</biblScope></bibl> <bibl><author>Mühlpforth</author>  <title>Leich.</title></bibl> <bibl><biblScope>118;</biblScope></bibl> <bibl><author>Opitz</author> <biblScope>1, 280; 2, 108 ꝛc.,</biblScope> <title>ſ. auch</title></bibl> <bibl><biblScope>2a.</biblScope></bibl> — Veralt. mundartl. B. <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>Miſt, Dünger (ſ. 1d) bei</title></bibl> <bibl><author>Kaiſersberg,</author>  <title>vgl.</title></bibl> <bibl><author>Stalder;</author>  <title>in Oldenburg ein bei Vertheilung der Deichslaſten vorkommendes Feldmaß.</title></bibl></p>
        </note>
        <p type="compositions">
          <entry type="sub">Zſſtzg. vielfach, großentheils nach dem Vorſtehenden und nach Analogie des Folgenden zu verſtehen und zu mehren, vgl. auch die Zſſtzg. von Baute, Gebäude und Bauen: Áb-: <sense n="1)">1) Landw.: Die Weinberge in A. bringen (Ggſtz.: in Bau halten), ſie verfallen laſſen, nicht gehörig anbauen. —</sense><sense n="2)">2) Bergm.: der in die Tiefe geführte Bau zur Gewinnung von Mineralien; dieſe Gewinnung und der Ort derſelben: Der meiſte Kohlenſand, welcher beim Beginn des A–es abgetragen werden mußte, ehe die Kohlen ſelbſt zu Tage gefördert werden konnten. <bibl><author>Burmeiſter</author>  <title>Gſch.</title></bibl> <bibl><biblScope>269;</biblScope> <title>Am Rande des A–es. ebd.; vgl. Firſten-, Gruben-, Straßen-Bau.</title></bibl> —</sense><sense n="3)">3) der Anbau eines von den übrigen abliegenden Hofes unter den — bei der Separation — zuſammengelegten Grundſtücken. — Ácker- <bibl><biblScope>[1d].</biblScope></bibl> — <comp>Án-:</comp></sense><sense n="1)">1) abſtrakt <bibl><biblScope>[1d],</biblScope> <title>doch bez. die Vorſ.:</title></bibl> <sense n="a)">a) den Beginn des neuen Zuſtands: Der A. eines [bisher unbebauten] Feldes, einer [bisher auf einem Felde noch nicht gebauten] Frucht. —</sense><sense n="b)">b) das Haften an einer Stelle oder das Hinzufügen zu etwas bereits Vorhandnem: Der A. der Koloniſten, das Anſiedeln an beſtimmter bleibender Stätte: Nicht, daß der erſte A. gleich Getreidebau geweſen ſei. <bibl><author>Sch.;</author>  <title>Die Stadt wurde durch A. vieler Häuſer raſch vergrößert; Beim Um- und A., den er vornehmen ließ.</title></bibl> <bibl><author>Stahr</author>  <title>ꝛc.</title></bibl> —</sense></sense><sense n="2)">2) konkret: <sense n="a)">a) entſprechend <bibl><biblScope>1a:</biblScope> <title>Dem Schloß zur Seite lag am Berggehäng hinab | ein reicher A., der dem Schloſſe Nahrung gab; | Da waren Gärten, Bäum’ und manches Satenfeld.</title></bibl> <bibl><author>Rückert</author>  <title>Roſt.</title></bibl> <bibl><biblScope>34a.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) entſprechend <bibl><biblScope>1b:</biblScope> <title>Er wohnt in dem neuen A. des Schloſſes ꝛc. Mund- artlich das von Flüſſen angeſchwemmte Land und dies Anſchwemmen.</title></bibl> — Áſchen- <bibl><biblScope>[2]:</biblScope> <title>aus Aſche: Ein ſo loſer A.</title></bibl> <bibl><author>Burmeiſter</author>  <title>Gſch.</title></bibl> <bibl><biblScope>101.</biblScope></bibl> — das in die Höhe bauen und Gebaute: Sein Grabmal des heiligen Sebaldus, ein ſchlank edler A. <bibl><author>Keller;</author>  <title>Stücke, welche im äußerlichen A. und in abwechſelnden Scenen ihr Genüge finden.</title></bibl> <bibl><author>Laube;</author>  <title>Ihn zu ſeinem A. [die bei der Weihnachtsbeſcherungaufgebauten Geſchenke] hinzuführen.</title></bibl> <bibl><author>LewaldW.</author> <biblScope>1,146;</biblScope> <title>A., Wieder-A. von etwas Niedergeſtürztem ꝛc.</title></bibl> —</sense><comp>Āūf-:</comp> <comp>Āūs-:</comp></sense><sense n="1)">1) abſtrakt, die Vollendung des Baues in allen Theilen, nam. im Jnnern, wodurch ein Gebäude wohnlich gemacht wird: Der innere A. und was zur Vollendung und Zierde gehört, wurde nach und nach vollbracht. <bibl><author>G.</author></bibl> —</sense><sense n="2)">2) Bergm.: die völlige Ausbeutung eines Ganges und ein ſo ausgebeuteter Gang. —</sense><sense n="3)">3) ein vorſpringender Bau, Vorbau: Die erkerartigen A–e des erſten Stocks. — Bérg- <bibl><biblScope>[1d]:</biblScope> <title>Auf dieſen Thonſchiefer wird mit Erfolg B. getrieben.</title></bibl> <bibl><author>Burmeiſter:</author>  <title>Flötz-B.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>40, 298 ꝛc.,</biblScope> <title>ſ. Flötz-, Gangbau ꝛc.</title></bibl> — Bīber- <bibl><biblScope>[2 c].</biblScope></bibl> — <comp>Bīēnen-:</comp></sense><sense n="1)">1) <bibl><biblScope>[1d]</biblScope> <title>Honigbau.</title></bibl> — 2) <bibl><biblScope>[2c]:</biblScope> <title>Zu einem B–e, | zeigend wie ſo fein gewoben, | jede dieſer kleinen Zellen.</title></bibl> <bibl><author>Werner</author>  <title>Oſtſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 29.</biblScope></bibl> — <comp>Bíngen-:</comp> Pingen-B. — Chauſſēē- <bibl><biblScope>[1c].</biblScope></bibl> — Dáchs- <bibl><biblScope>[2c].</biblScope></bibl> — Dámm-, Dēīch- <bibl><biblScope>ſ1c; 2a].</biblScope></bibl> — <comp>Eīn-:</comp> Eingebäude, ein in Etwas befindlicher Bau; ein einſpringender, zurücktretender Theil eines Gebäudes, namentlich aber (Waſſerb.): eine Vorrichtung, die Geſtalt des Ufers zu regeln, um ſowohl dem Auswaſchen als dem Anſchwemmen an falſcher Stelle Einhalt zu thun. — Eīſen- <bibl><biblScope>[1d]:</biblScope> <title>ſ. Bergbau.</title></bibl> — Eīſenbahn- <bibl><biblScope>[1c].</biblScope></bibl> — <comp>Erd-:</comp></sense><sense n="1)">1) <bibl><biblScope>[1c; 2b]:</biblScope> <title>Der E. wird zuſammenſtürzen.</title></bibl> —</sense><sense n="2)">2) Erdarbeit, z. B. bei Eiſenbahnbauten. — 3) Erdgeſchoß. <bibl><author>Campe.</author></bibl> — Erz-:</sense><sense n="1)">1) <bibl><biblScope>[1d].</biblScope></bibl> —</sense><sense n="2)">2) <bibl><biblScope>[2]</biblScope> <title>Erzmonument.</title></bibl> — <comp>Etāgen-:</comp> Stockwerksbau. — Féld- <bibl><biblScope>[1 d]:</biblScope> <title>Machte das Erdreich zahm für Garten- und F.</title></bibl> <bibl><author>Hebel</author>  <title>ꝛc.</title></bibl> — Félder- <bibl><biblScope>[1d]:</biblScope> <title>Art des Kohlenbaus: Die Bebauung des Kohlenflözes bei Dudlay geſchieht durch eine eigenthümliche Art des F–s.</title></bibl> — Féls- <bibl><biblScope>[2]:</biblScope> <title>aus Felſen, ähnlich Granit-, Marmor-, Quader-, Stein-, auch Holz-B.</title></bibl> — Féſtungs- <bibl><biblScope>[1a</biblScope> <title>und</title></bibl> <bibl><biblScope>b]:</biblScope> <title>Brachte uns auf den F., laut Urtel und Recht.</title></bibl> <bibl><author>Muſäus;</author>  <title>Auch ohne Knüttel, Zuchthaus und F.</title></bibl> <bibl><author>W.</author></bibl> — <comp>Fírſten-:</comp> Förſten-B. — Fláchs-[1d]. — Flöz- <bibl><biblScope>[1d]:</biblScope> <title>Bergm.: das Bauen der Flöze.</title></bibl> — Flúcht- <bibl><biblScope>[2c]:</biblScope> <title>weidm.</title></bibl> <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>Noth-B., die Fuchsgruben im freien Felde.</title></bibl> — <comp>Flǖgel-:</comp></sense><sense n="1)">1) <bibl><biblScope>[1a]</biblScope> <title>Bau eines Flügels am Hauſe ꝛc.</title></bibl> —</sense><sense n="2)">2) <bibl><biblScope>[1c]:</biblScope> <title>ſ. Inſtrumenten-B.</title></bibl> — <comp>Fórſt-:</comp> ſ. Waldbau. <bibl><author>Jahn</author>  <title>M.</title></bibl> <bibl><biblScope>161.</biblScope></bibl> — Förſten- <bibl><biblScope>[1d; 2d]:</biblScope> <title>Das Gewinnen v. Erzen ꝛc. in Förſten ꝛc.: Der Abbau der Kohlen wird theils durch einfachen F., theils durch Pfeilerbau, theils</title></bibl> <bibl><biblScope>12*</biblScope> <title>durch Strebbau bewerkſtelligt.</title></bibl> — Fórt- <bibl><biblScope>[1]:</biblScope> <title>An den F. eines ſolchen Werks zu denken.</title></bibl> <bibl><author>G.</author></bibl> — Frīēdens- <bibl><biblScope>[2]:</biblScope> <title>Friedensmonument.</title></bibl> <bibl><author>Grün</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>23.</biblScope></bibl> — Frúcht- <bibl><biblScope>[1d]:</biblScope> <title>und konkret mit Früchten bebautes Land: Die mit Wäldern, Frucht-, Obſt-Bau und Wieſen geſchmückten Höhen und Thäler.</title></bibl> <bibl><author>G.;</author>  <title>Daher denn Weide, Wieſe, F., Wald immerfort abwechſeln.</title></bibl> <bibl><author>Dſ.;</author>  <title>Der durch den Hackfruchtbau gelockerte Boden ꝛc.</title></bibl> — Fúchs- <bibl><biblScope>[2c]. ―</biblScope></bibl> Fürſten- <bibl><biblScope>[2]:</biblScope> <title>Fürſtenwohnung, Schloß.</title></bibl> <bibl><author>Uhland</author> <biblScope>462.</biblScope></bibl> — Gáng- <bibl><biblScope>[1d; 2d]:</biblScope> <title>Gewinnung von Erzen ꝛc. in Gängen.</title></bibl> — Gárten- <bibl><biblScope>[1 d]:</biblScope> <title>Es dient zu Garten- und Kleebau.</title></bibl> <bibl><author>G.</author></bibl> — Gedánken- <bibl><biblScope>[1c; 2b]:</biblScope> <title>Die architektoniſche Symmetrie eures G–s.</title></bibl> <bibl><author>Immermann;</author>  <title>Die Unſicherheit, womit die jungen Autoren ihre kecken G–e aufrichteten.</title></bibl> <bibl><author>LSchücking.</author></bibl> — <comp>Gemǖſe-:</comp> ſ. Fruchtbau. — <comp>Geſámmt-:</comp> z. B.: Weichen von lebenden Geſtalten im G. [in der Geſammtheit des Körperbaus] nicht weſentlich ab. <bibl><author>Burmeiſter.</author></bibl> — Ge- ſchícht- <bibl><biblScope>[1c; 2b]:</biblScope> <title>In dem G. iſt Walter Scott ein wahrer Künſtler.</title></bibl> <bibl><author>Jp.</author>  <title>HV.</title></bibl> <bibl><biblScope>48.</biblScope></bibl> — <comp>Geſéllen-:</comp></sense><sense n="1)">1) Ggſtz. Meiſter-B. — 2) Bergm.: Eine nur von Wenigen gebaute Zeche, im Ggſtz. zu Gewerken-B. — Getrēīde- <bibl><biblScope>[1d].</biblScope></bibl> — <comp>Gewérken-:</comp> ſ. Geſellen-B. — <comp>Gewürz-:</comp> ſ. Frucht-B.: Wein-, Garten- und G. <bibl><author>G.</author> <biblScope>4, 161.</biblScope></bibl> — Glīēder- <bibl><biblScope>[1c; 2b]:</biblScope> <title>Durchzuckte Schmerz den edlen G.</title></bibl> <bibl><author>Chamiſo;</author>  <title>vgl. Körper-B., ungewöhnlich Gliedbau.</title></bibl> <bibl><author>Jahn</author>  <title>M.</title></bibl> <bibl><biblScope>97.</biblScope></bibl> — <comp>Granīt-:</comp> ſ. Felsbau. — <comp>Grūben-:</comp></sense><sense n="1)">1) <bibl><biblScope>[1a; 2c]:</biblScope> <title>Der G. der Füchſe. Namentlich aber: 2)</title></bibl> <bibl><biblScope>[1 d; 2d]</biblScope> <title>bergm.: die Arbeit in den Gruben, unter der Erde, im Ggſtz. des Hüttenbaues, d. h. der bergmänniſchen Bearbeitung der Erze über der Erde und des Tagebaus (ſ. d.); aber auch die gebauten Gruben ſelbſt mit Zubehör: Nach dem Zwecke der G–e unterſcheidet man Verſuchs-, Vorrichtungs- oder Hilfs-,</title></bibl> — und Abbaue oder eigentliche G–e. Die erſteren haben den Zweck, theils neue Erzlagerſtätten aufzufinden, theils die ſchon aufgefundenen hinſichtlich ihrer Ausdehnung und Bauwürdigkeit näher kennen zu lernen. Durch Vorrichtungs- und Hülfsbaue ſollen die Verſuchsbaue in den Stand geſetzt werden, die zum Abbau ſtehenden Lagerſtätten zweckmäßig aushauen zu können. Die Abbaue endlich dienen zur Gewinnung der auf den Lagerſtätten vorhandenen nutzbaren Mineralien. <bibl><author>Karmarſch.</author></bibl> — Grúnd- <bibl><biblScope>[2]:</biblScope> <title>Fundament, der die Grundlage eines Gebäudes bildende Theil im Gegenſatz des Oberbaus, vgl. Unterbau: G. des Staatsgebäudes.</title></bibl> <bibl><author>Gutzkow.</author></bibl> — Hāfen- <bibl><biblScope>[1c; 2a].—</biblScope></bibl> Hánf-: ſ. Frucht-B. — Hāūpt- <bibl><biblScope>ſ1; 2]:</biblScope> <title>Verbannt dieſen H. mit dem Vorbaue.</title></bibl> <bibl><author>Schücking;</author>  <title>vgl. An-, Neben-, Seiten-B. ꝛc.</title></bibl> — Hāūs-, Hǟūſer- <bibl><biblScope>ſ1a].</biblScope></bibl> — <comp>Hílfs-:</comp> ſ. Grubenbau. — <comp>Hímmels-:</comp> Weltbau ꝛc. — <comp>Hōf-:</comp> Feldwirthſchaft zu einem das Hofmarksrecht genießenden Hof. — Hȫhlen- <bibl><biblScope>[1a; 2c].</biblScope></bibl> — <comp>Hólz-:</comp> ſ. Felſenbau. — Hōnig- <bibl><biblScope>[1d].</biblScope></bibl> — Hópfen- <bibl><biblScope>[1d].</biblScope></bibl> — <comp>Hütten-:</comp></sense><sense n="1)">1) <bibl><biblScope>[1a]</biblScope> <title>vgl. Hausbau.</title></bibl> —</sense><sense n="2)">2) ſ. Grubenbau <bibl><biblScope>2.</biblScope></bibl> — Inſtruménten- <bibl><biblScope>[1c]:</biblScope> <title>Verfertigung muſikaliſcher Jnſtrumente, ſ. Orgelbau.</title></bibl> — Kāhn- <bibl><biblScope>[1 c]:</biblScope> <title>ſ. Schiffbau.</title></bibl> — Kanāl- <bibl><biblScope>[1c; 2a].</biblScope></bibl> — <comp>Kartóffel-:</comp> ſ. Fruchtbau. — Kírchen- <bibl><biblScope>[1a; 2a].</biblScope></bibl> — <comp>Kláng-:</comp> ſ. Versbau: Vermiſſt Pindar’s Sprache in K. und Silbenbau. <bibl><author>V.</author>  <title>Br.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 135.</biblScope></bibl> — <comp>Klēē-:</comp> ſ. Fruchtbau. — Klōſter- <bibl><biblScope>[1a: 2a]:</biblScope> <title>An der Stätte | der verbrannten K–e.</title></bibl> <bibl><author>Grün.</author></bibl> — Knóchen- <bibl><biblScope>[1c; 2b]:</biblScope> <title>ſ. Körper-B.</title></bibl> — <comp>Kōhl-:</comp> ſ. Fruchtbau. — Kōhlen- <bibl><biblScope>[1d]:</biblScope> <title>bergm.: Steinkohlenbau.</title></bibl> — <comp>Kórn-:</comp> ſ. Fruchtbau. — Körper- <bibl><biblScope>[1c; 2b].</biblScope></bibl> — Kúnſt- <bibl><biblScope>[2]:</biblScope> <title>kunſtvoll gefügter B.: Ein Leib der Elemente K.</title></bibl> <bibl><author>H.</author></bibl> — Kúpfer- <bibl><biblScope>[1d].</biblScope></bibl> — <comp>Lánd-:</comp> ſ. Ackerbau. — <comp>Lêbens-:</comp> Dieſe Ueberzeugung liegt zum Grunde meinem ſitt lichen ſowohl als literariſchen L. <bibl><author>G.</author> <biblScope>22, 76;</biblScope> <title>das Leben verglichen einem kunſtvoll in einander gefügten Bau.</title></bibl> — Lócken- <bibl><biblScope>[1c; 2b]:</biblScope> <title>Entſpinnt der holde L. | der ſchönen Braut fich unter Fatmens Fingern.</title></bibl> <bibl><author>W.</author></bibl> — Lokomotīven- <bibl><biblScope>[1c].</biblScope></bibl> — <comp>Mármor-:</comp> ſ. Felsbau. — Maſchīnen- <bibl><biblScope>[1c].</biblScope></bibl> — Mēīſter- <bibl><biblScope>[2]:</biblScope> <title>Ununterbrochen | baut am M. der Meiſter.</title></bibl> <bibl><author>Rückert.</author></bibl> — Míß- <bibl><biblScope>[2]:</biblScope> <title>mißrathener Bau.</title></bibl> <bibl><author>Kaiſersberg</author> <biblScope>144b;</biblScope> <title>auch von Früchten</title></bibl> <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>Mißwachs ꝛc.</title></bibl> — Mǖhlen- <bibl><biblScope>[1a; c].</biblScope></bibl> — <comp>Múskel-:</comp> ſ. Körperbau: Ihren Muskeln- und Sebnenbau zu erkennen. <bibl><author>*Carus.</author></bibl> — Nāch- <bibl><biblScope>[1a]:</biblScope> <title>Das geſackte Haus verlangt einen N.</title></bibl> — <comp>Natūr-:</comp> natürlicher Bau, Ggſtz. Kunſtbau ꝛc.: An dieſem gothiſchen N. [der Gebirge]. <bibl><author>Kohl.</author></bibl> — <comp>Nêben-:</comp> <bibl><author>Bau</author>  <title>ſ. An- und Hauptbau.</title></bibl> — <comp>Nérven-:</comp> ſ. Körperbau: Sein robuſter N. und ſeine ſtarke Seele dauerten dieſen fürchterlichen Zuſtand aus. <bibl><author>Sch.</author></bibl> — Nēū- <bibl><biblScope>[1a; 2a]:</biblScope> <title>Der jüngſte größere N. ſoll</title></bibl> <bibl><biblScope>1816</biblScope> <title>ſtattgefunden haben.</title></bibl> <bibl><author>MWagner.</author></bibl> — <comp>Nōth-:</comp> ein als Nothbehelf dienender Bau, ſ. Flucht-B. — <comp>Öber-:</comp> ſ. Über-, Unter-, Grund-Bau. — <comp>Obſt-:</comp> ſ. Fruchtbau. — Örgel- <bibl><biblScope>[1c]:</biblScope> <title>ſ. Inſtrumentenbau.</title></bibl> — Periōden- <bibl><biblScope>[1c; 2b].</biblScope></bibl> — Pfēīler- <bibl><biblScope>[1 d; 2d]:</biblScope> <title>bergm.: Unter Pf. verſteht man das Verfahren, die Kohlen nur theilweiſe wegzunehmen, theilweiſe aber in Geſtalt von Pfeilern ſtehen zu laſſen, um das Einbrechen des Hängenden zu verhindern.</title></bibl> — Píngen- <bibl><biblScope>[1d; 2d]:</biblScope> <title>bergm.: ein offener Stroſſenbau, durch welchen das Feld ſtoßweiſe ausgehauen wird, ſ. Binge.</title></bibl> — Prácht- <bibl><biblScope>ſ2]:</biblScope> <title>prachtvoller Bau.</title></bibl> — <comp>Quāder-:</comp> ſ. Felsbau. — <comp>uêr-:</comp> bergm.:</sense><sense n="1)">1) ein Abbau nicht nach dem Streichen des Gangs oder Lagers, ſondern vom Liegenden zum Hangenden. — <comp>Rāūb-:</comp> bergm.: das Bauen auf den Raub, d. h. eilig und oberflächlich: Die Lagen ſind ungleich und ungewiß, daher der unvermeidliche R. <bibl><author>G.</author></bibl> — <comp>Rēīs-:</comp> ſ. Fruchtbau: Sprechen von dem R. als der erſten Art des Feldbaues. <bibl><author>Sch.</author></bibl> — Rīēſen- <bibl><biblScope>[2]:</biblScope> <title>rieſenhafter Bau.</title></bibl> — <comp>Rócken-:</comp> ſ. Fruchtbau. — <comp>Rúmpf-:</comp> ſ. Körperbau: R. der Walfiſche. <bibl><author>Burmeiſter.</author></bibl> — Rúnd- <bibl><biblScope>[2]:</biblScope> <title>Große R–e, an die ſich von allen vier Seiten halbe R–e anſchließen, ragen die Moſcheen hoch empor.</title></bibl> — Sátz- <bibl><biblScope>[1c; 2b].</biblScope></bibl> — <comp>Schíchten-:</comp> bergm.: Die Unterlage des großen, mit ſo vielen organiſchen Reſten angefüllten Sch–es. <bibl><author>Humboldt.</author></bibl> — Schíff- <bibl><biblScope>[1c].</biblScope></bibl> — Schlóß- <bibl><biblScope>[1a; 2a].</biblScope></bibl> — Schútz- <bibl><biblScope>[2]:</biblScope> <title>zum Schutz dienender Bau: Der mächtige Trutz- und Sch. [die Burg].</title></bibl> <bibl><author>G.</author></bibl> — <comp>Sēhnen-:</comp> ſ. Muskelbau. — Sēīden- <bibl><biblScope>[1d].</biblScope></bibl> — <comp>Sēīten-:</comp> Nebenbau. — <comp>Sómmer-:</comp></sense><sense n="1)">1) im Sommer aufgeführter Bau. —</sense><sense n="2)">2) der Bau des Sommergetreides; dieſesſelbſt. — Spítz-[2]: Obelisk. <bibl><author>G.</author> <biblScope>25, 8.</biblScope></bibl> — Sprāch- <bibl><biblScope>ſ1c; 2b].</biblScope></bibl> — Stádt-, Städte- <bibl><biblScope>[1a].</biblScope></bibl> — <comp>Stēīn-:</comp> ſ. Fels-B.: Ein vorſpringender St. <bibl><author>G.</author></bibl> — <comp>Stóckwerks-:</comp> namentl. bergm.: der Abbau von unten nach oben in Querſtroſſen, die durch parallele Strecken verbunden werden. — Strāßen- <bibl><biblScope>[1c; 2b]:</biblScope> <title>Bau von Landſtraßen und die Kunſt deſſelben, ſ. Stroſſenbau.</title></bibl> — <comp>Streb(en)-:</comp> bergm.: Beim St. bleiben keine Pfeiler ſtehen, ſondern die Kohlen werden ohne weitre Vorrichtung des Felds ſogleich allmählich vollſtändia abgebaut. — <comp>Stróſſen-:</comp> beram.: der Abbau, wobei der zwiſchen den aufeinander folgenden Feldörtern liegende Theil der Lagerſtätte von oben nach unten treppen- oder terraſſenförmig abgebaut wird. — <comp>Tāge-:</comp> bergm.: im Gegenſatz des Grubenbaus, an der Oberfläche: Den bloßen Abbruch an der Oberfläche im ſogen. T. <bibl><author>Burmeiſter.</author></bibl> Témpel- <bibl><biblScope>[1a; 2a].</biblScope></bibl> — Theāter- <bibl><biblScope>[1a; 2a].</biblScope></bibl> — Thúrm- <bibl><biblScope>[1a; 2a]:</biblScope> <title>Der Th. zu Babel.</title></bibl> — <comp>Tīēf-:</comp> bergm.: Bau in der Tiefe: Die in den T–en vorhandenen Grundwaſſer. — <comp>Tōd-:</comp> Wenn ein Landmann ſeinem Gläubiger einiges Land überläſſt, um ſich aus der Nutzung desſelben ſowohl wegen der Hauptſchuld als der Zinſen bezahlt zu machen, ſo nennen wir dies T. od. Todſaat. <bibl><author>Möſer</author>  <title>Ph.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 102.</biblScope></bibl> — <comp>Trútz-:</comp> ſ. Schutz-B. — über- <bibl><biblScope>[2a]:</biblScope></bibl></sense><sense n="1)">1) der obere über den untern vorragende Theil eines Gebäudes: Zu einem epheu- und weinumrankten Ü. an der rechten Seite des Landhauſes. <bibl><author>Gutzkow</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 374.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="2)">2) ein Bau über etwas darunter Befindlichem: Führen die unter einem Ü. befindlichen Stufen in die unterirdiſche Kirche. <bibl><author>Immermann</author>  <title>M.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 392.</biblScope></bibl> — <comp>Úm-:</comp></sense><sense n="1)">1) der Neubau, und zwar <sense n="a)">a) abſtrakt.: die Umgeſtaltung durch einen Bau: Das große Palais bedurfte eines U–es. <bibl><author>Gutzkow.</author></bibl> —</sense><sense n="b)">b) konkret: das umgeſtaltete Gebäude: Ein alter barocker Giebel, den man in dem völlig neumodiſchen U. ſtehen gelaſſen. <bibl><author>Derſ.</author></bibl> — 2) das Aufführen eines Baues um etwas dadurch Eingeſchloſſenes und — das umſchließende Gebäude: Noch waren einzelne Mauern hier u. da übrig geblieben u. zum U. des Friedhofs verwendet. <bibl><author>Gutzkow</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 14.</biblScope></bibl> — Grundbau, Grundlage. <bibl><biblScope>4, 12; 6, 272;</biblScope> <title>Eine grammatiſche Regel, deren U. durch ein paar Ausnahmen gleich als durch Steinpholaden benagt wird.</title></bibl> <bibl><author>Hebel</author>  <title>ꝛc.</title></bibl> —</sense><comp>Únter-:</comp> <comp>ǖr-:</comp></sense><sense n="1)">1) der urſprüngl. Bau: Den Beweis des hohen Alterthums ihrer urſprüngl. Grund- anlage, welches er bis auf Tiridates’ U. zurückführt. <bibl><author>MWagner.</author></bibl> —</sense><sense n="2)">2) <bibl><biblScope>[2e].</biblScope></bibl> — Vérs- <bibl><biblScope>[1c; 2b]:</biblScope> <title>Verſifikation.</title></bibl> — <comp>Verſūch-:</comp> ſ. Grubenbau: Bohrungen u. ſogar V–e wagen. — <comp>Vōr-:</comp></sense><sense n="1)">1) ein vorſpringender Theil eines Gebäudes: An der Schmiede unter ihrem von zwei Holzſäulen getragenen V. <bibl><author>Gutzkow;</author>  <title>Unter einem</title></bibl> Erker-V. <bibl><author>Alexis;</author>  <title>Mit einem ſtattlichen</title></bibl> Säulen-V. <bibl><author>Stahr</author>  <title>ꝛc., vgl.: Haupt-B.</title></bibl> —</sense><sense n="2)">2) die oberſte Schicht des Bienenharzes (ſ. d.). <bibl><author>V.</author>  <title>Ge.</title></bibl> <bibl><biblScope>242.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="3)">3) Vorkehrung; Mittel einer Sache vorzubauen: V–e gegen ihre [der Seuche] Wiederkehr ſind getroffen. <bibl><author>Gutzkow</author>  <title>Diak.</title></bibl> <bibl><biblScope>197.</biblScope></bibl> — <comp>Vōrrichtungs-:</comp> ſ. Gruben-B. — Wāgen- <bibl><biblScope>[1c].</biblScope></bibl> — Wáld- <bibl><biblScope>[1d]:</biblScope> <title>Wo W., Weinbau, Obſtbau, Bergbau das Hauptgeſchäft.</title></bibl> <bibl><author>Arndt.</author></bibl> — <comp>Wáſſer-:</comp> das im u. am Waſſer Gebaute u. die Kunſt ſolches Baues. — <comp>Wêge-:</comp> ſ. Straßenbau. — Wēīn- <bibl><biblScope>[1d]:</biblScope> <title>ſeltner Weingartbau.</title></bibl> <bibl><author>Zinkgräf</author> <biblScope>2, 59.</biblScope></bibl> — <comp>Wēīter-:</comp> ſ. Fort-B. — <comp>Wēīzen-:</comp> ſ. Getreide-B. — Wélt- <bibl><biblScope>[1c; 2b]:</biblScope> <title>In des W–s obern Zonen.</title></bibl> <bibl><author>Pfeffel;</author>  <title>Der W. dreht im Wirbel ſich um mich.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author>  <title>ꝛc., auch: Ein Splitter im großen Weltenbaue.</title></bibl> <bibl><author>Auerbach</author>  <title>ꝛc.</title></bibl> — <comp>Wínter-:</comp></sense><sense n="1)">1) ſ. Ggſtz. Sommer-B. —</sense><sense n="2)">2) Bau, Wohnung für den Winter: Sich wie ein Dachs in ſeinen W. verkrochen. <bibl><author>Kohl.</author></bibl> — <comp>Wúnder-:</comp> wunderbarer Bau: Schnell durch raſche Götterhände <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>iſt der W. vollbracht.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author>  <title>ꝛc.</title></bibl> — <comp>Zāhn-:</comp> ſ. Körper-B. <bibl><author>Burmeiſter</author>  <title>gB.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 231.</biblScope></bibl> — <comp>Zū-:</comp></sense><sense n="1)">1) was ein Meier außer dem Gut, worauf er anſäſſig, noch bewirthſchaftet. <bibl><author>Schmeller.</author></bibl> —</sense><sense n="2)">2) hinzugefügtes Bauwerk, ſ. Zubaute. — <comp>Zúcker-:</comp></sense><sense n="1)">1) <bibl><biblScope>[1d]</biblScope> <title>Bau des Zuckerrohrs, Gewinnung des Zuckers.</title></bibl> — 2) [Die Bienen] führen mit Behagen <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>geſammt den Z.</title></bibl> <bibl><author>Wunderhorn.</author></bibl> — <comp>Zuſámmen-:</comp> Zuſammenfügung: Der ganze Z. der Perioden. <bibl><author>Engel</author> <biblScope>4, 226.</biblScope></bibl> — <comp>Zwíſchen-:</comp> ein zwiſchen zwei Gegenſtänden befindlicher Bau; Waſſerb.: ein Pfahlwerk mit zwiſchengepacktem Reiſig.</sense></entry>
        </p>
      </entry>
    </body>
  </text>
</TEI>
