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        <title>Artikel „Ander“</title>
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          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „Ander“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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        <lbl>†</lbl>
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          <orth expand="Ander" orig="Ander">Ander</orth>
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          <gramGrp>adj.:</gramGrp>
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        <sense>nur als Attribut, nicht als Präd.: Dieſer Mann iſt ein and(e)rer (Mann), nicht: iſt a. (wie man ſagt: iſt gut ꝛc.); der and(e)re Mann ꝛc. auch ſubſt.: ein A–er [eine andere Perſon], ein A–es [andres Ding], das Andre ꝛc. (ſ. auch das zugehörige <bibl><biblScope>adv.</biblScope> <title>anders).</title></bibl> — A. bezieht ſich immer auf einen vorhandnen Gegenſt., durch den es erſt ſeinen konkreten Inhalt empfängt, und bez. die Nicht-Selbigkeit (Nicht-Jdentität), und zwar ſowohl bei Gleichheit im llbrigen, als auch die vollſtändige Verſchiedenheit.</sense>
        <p type="compositions">
          <p type="introduction">Zſſtzg. (wobei ſich zuw. mundartl. and findet) z. B.: Bruder-: B. ſein mit Einem = ſehr vertraut, auf du und du ſtehn. Auerbach Dicht. 1, 239; Leb. 3, 110. —</p>
          <entry type="sub"><comp>Ein-:</comp> zuſammengezogen aus: „einer — den (dem) andern“, bez. die Wechſelſeitigkeit, wofür — wenn keine Zweideutigkeit zu befürchten iſt — auch „ſich“ ſtehn kann: Die beiden Brüder lieben e., ſich e. oder ſich innig; ſie begegnen e., ſich e. oder ſich mit der größten Aufmerkſamkeit ꝛc.; aber: Sie lieben e. nicht, Jeder liebt nur ſich ꝛc. Selten ein Genitiv-Verh. bez.: Man wird e. nicht froh [Einer des Andern]. Zelter 3, 476; Wie ſehr wir e. bedürftig geworden. Zſchokke 1, 133 ꝛc.; ſehr oft dagegen abhängig von Präpoſ., welche Verbind. auch theils mit Zeitw. verſchmelzen (z. B. aus e. ſetzen, Auseinanderſetzung; an e. ſtoßen, Aneinanderſtoß ꝛc.), theils auch als 9 - n., –s (uv.); uv. vorkommen, z.B.: Das Auf-e. [die zeitliche Folge] ward mit aller Strenge dem Neben-e. [dem räumlich neben e. Stehnden] entgegengeſetzt. Guhrauer L. 2, 30. — Ein ganz vollendet aufgefundenes Ganze .. kann doch wohl kein Aus-e. ſein [etwas Getrenntes, aus e. Gehndes]. Zelter 4, 144. — Ein lauſchiges Bei-e. in grüner ſtiller Einſamkeit. Stahr Weim. 25 [Zuſammenſein]. — In einem jener bunten Durch-e. [Vermiſchungen, Wirrwarr ꝛc.] von Schönheit, Farbe und Langeweile. Gutzkow 11, 201; Während des bunten Durch-e–s. Sch. 120 b. — Das Bild vermag das durch die Zeit, durch das Hinter- und Nach-e. [ſ. Auf-e.] begrenzte Wort durch ein anſchauliches Neben-e. zu erſetzen. Beta (Natur 4, 415a). — Das wunderbare In-e. [Verſchmelzung] des Alten und Mittelalterlichen und Neuen. Hettner gR. 76; Welch ein verworrenes Jn-e. V. Ant. 1, 281. — Freilich haben die Menſchen gewöhnlich nur den Begriff von Neben- u. Mit-e., nicht das Gefühlvon In- u. Durch-e. Zelter 1, 107. — Der Roman von früher ſtellt das Nach-e. kunſtvoll verſchlungener Begebenheiten dar.. Der neue Roman iſt der Roman des Neben-e–s. Gutzkow R. 1,6; Dies Neben-e. u. Nach-e. .. mag es zum Theil rechtfertigen, daß man einen Roman des Durch-e. erwartete. Wolfſohn (D. Muſ. 1, 2, 219). — Die hervorragendſten Kräfte der deutſchen Bühnenwelt zu vereinigen, nicht für ein wetteiferndes Durch- u. Über-e. [Wirrwarr] ihrer Hauptrollen. Dingelſtedt. — Das Unter-e. [Wirrwarr]. Auerbach Gv. 332; L. 13,434. — Das ganze Wider- und Durch-e. der Strebungen. Stahr Jahr 1, 93 u. ä. m. Mundartl. auch masc.: Daß Unter-e. bei uns iſt und da willſt du ihn noch vergrößern. Auerbach D. 4, 159 (76; 272); Einen ) bunten verwirrenden Durch-e. Herrig 16, Anhang S. 2 ꝛc.; ferner auch: Bei einand. Meißner Stein26; Scheffel 124 ꝛc., ſ. auch: Anein ꝛc. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Halb-:</comp> n., –s; uv.: Halbbier, Kovent. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Selb-:</comp> zu Zwein, mit noch Einem, vgl.: Er kam ſelbdritt, d. h. ſo daß er ſelbſt der Dritte war, alſo mit noch Zwein ꝛc., ſ. ſelb. Selband. Kompert Böhm. 225; Damals ging er allein, jetzt aber ſelbanderter. S. Clara EfA. 2, 591; ungw.: Und wäre er ſ. | Arago und der Kosmos-Alexander. Glaßbrenner Verk. 9. [Beides zuſammen.] — Als n., –s; uv.: das Zuſammenſein zu Zwein, Tête-a-Tête, von Campe eingeführt. G. 2, 232; Ein legales S., mit Herrn Campe zu reden. Muſäus M. 5, 135, vgl. als fem.: Bei einer ſolchen empfindſamen Selbſtander. 1, 92. — Veralt.: Durch einen Prediger in der Kirche, oder ſonſt durch ſ. [durch einen Andern, Zweiten]. Luther 1, 79 a.</entry>
        </p>
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