<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<?xml-model href="http://www.tei-c.org/release/xml/tei/custom/schema/relaxng/tei_all.rng" type="application/xml" schematypens="http://relaxng.org/ns/structure/1.0"?>
<?xml-model href="http://www.tei-c.org/release/xml/tei/custom/schema/relaxng/tei_all.rng" type="application/xml" schematypens="http://purl.oclc.org/dsdl/schematron"?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0">  <teiHeader>
    <fileDesc>
      <titleStmt>
        <title>Artikel „an“</title>
        <author ref="https://viaf.org/viaf/61594915/">
          <persName>
            <surname>Sanders</surname>
            <forename>Daniel</forename>
          </persName>
        </author>
        <editor>
          <persName>
            <surname>Göttel</surname>
            <forename>Sebastian</forename>
          </persName>
        </editor>
        <editor>
          <persName>
            <surname>Wiegand</surname>
            <forename>Frank</forename>
          </persName>
        </editor>
      </titleStmt>
      <publicationStmt>
        <publisher>
          <email>edition-sanders@bbaw.de</email>
          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
          <orgName role="hostingInstitution" xml:lang="en">Berlin-Brandenburg Academy of Sciences and Humanities (BBAW)</orgName>
          <orgName role="hostingInstitution" xml:lang="de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW)</orgName>
          <address>
             <addrLine>Jägerstr. 22/23, 10117 Berlin</addrLine>
             <country>Germany</country>
          </address>
        </publisher>
        <pubPlace>Berlin</pubPlace>
        <availability>
          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">
            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
          </licence>
        </availability>
      </publicationStmt>
      <sourceDesc>
        <bibl>Daniel Sanders: „an“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
      </sourceDesc>
    </fileDesc>
  </teiHeader>

  <facsimile>
    <surface ulx="20" uly="2315" lrx="1024" lry="3972">
      <graphic url="DE-20__Sanders_Band-1__0038__0030__2"/>
    </surface>
    <surface ulx="30" uly="291" lrx="1000" lry="4039">
      <graphic url="DE-20__Sanders_Band-1__0039__0031__0"/>
    </surface>
    <surface ulx="13" uly="294" lrx="1022" lry="4038">
      <graphic url="DE-20__Sanders_Band-1__0039__0031__1"/>
    </surface>
    <surface ulx="21" uly="291" lrx="1016" lry="2839">
      <graphic url="DE-20__Sanders_Band-1__0039__0031__2"/>
    </surface>
  </facsimile>
  <text>
    <body>
      <entry type="main" xml:lang="de">
        <lbl>I.</lbl>
        <sense><bibl><biblScope>†</biblScope></bibl></sense>
        <form type="lemma">
          <orth expand="an" orig="An">An</orth>
          <pc>,</pc>
          <gramGrp>präp. m. Dat. und Acc., mit der Grundbed. der Berührung, woraus ſich abgezognere entwickeln; dann aber auch als <pos norm="adverb">adv.,</pos> zumal in Zſſtzg., zuw. aber auch elliptiſch, alleinſtehend, z. B.:</gramGrp>
        </form>
        <sense>An! [ſchlagt das Gewehr, legt es zum Schuß an Schulter und Backe]; Oben aus und nirgend an! [geſtoßen, Spruch der aus dem Schornſtein fahrenden Heren]; Herr Doktor, nicht gewichen! friſch! <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>Hart an mich an [drängt euch], wie ich euch führe.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>11, 162;</biblScope> <title>Glück an! [landend, Ruf der Schiffer, wie Glück auf! der aus dem Schacht auffahrenden Bergleute]</title></bibl> <bibl><biblScope>12, 273;</biblScope> <title>Muthig an! [gerückt]</title></bibl> <bibl><author>Körner</author> <biblScope>120a;</biblScope> <title>Mund an und ab! Mund ab und an!</title></bibl> <bibl><author>WMüller</author> <biblScope>2, 75</biblScope> <title>(Kommando: an das Glas an- und dann abgeſetzt); Raſch an! [getreten] und feſt!</title></bibl> <bibl><author>Seydelmann</author> <biblScope>242;</biblScope> <title>An! und davon!</title></bibl> <bibl><author>V.</author>  <title>Ant.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 99 ꝛc.</biblScope> <title>Bemerkenswerth die ſüdd. Wendung: Mir an! [ſteht es</title></bibl> <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>mir iſt’s recht ꝛc.]</title></bibl> <bibl><author>Hebel</author> <biblScope>3, 285;</biblScope></bibl> <bibl><author>Spindler</author>  <title>Stadt</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 39 ꝛc.</biblScope></bibl> — S. Ab <bibl><biblScope>2a,</biblScope> <title>wie über Zſſtzg.</title></bibl> <bibl><biblScope>2b —d;</biblScope> <title>ferner: Von (ſ. d.)</title></bibl> — an zur Bez. des ſich weiter Erſtreckens von einem Ausgangspunkt (Zeitpunkt) aus, ſ. fortan.</sense>
        <p type="compositions">
          <p type="introduction">Zſſtzg. meiſt mit betonten an (doch vgl. Ab 2c und d und z. B. dar-, fort-, hier-, vor-an ꝛc.). 1) Subſtantiviſch gebrauchte Imperat., z. B. Packan, ſ. anpacken ꝛc. — 2) mit Hw., einem Accuſ. entſprechend, vgl. hinan und z. B.: Hier kannſt du zu mir reiſen und meinen Himmel an. Fleming 18 (ſ. Ab 2d), unerſchöpflich. — 3) mit Partikeln: Baum- [2] ungewöhnl.: Der Weinſtock breitet ſich b. Qpitz. —</p>
          <entry type="sub"><comp>Bei-:</comp> nebenan, daneben: Das iſt die Tann’ — und horch! b. | was ſummt im Baum? Freiligrath Pol. 2, 54; Schlegel Sh. 6, 51; Zelter 1, 411. — Berg- [2]: = bergauf, inſofern ſich [⏑] Dies auf die Oberfläche, nicht auf das Innre des Bergs bezieht: Der Bergmann fährt bergauf, ein Fuhrwerk bergauf oder b. ꝛc.; Und fuhr b., wie bergunter. G. 5, 47; Scheucht . das Wild bergab, b. V. 4, 143; Und überſpinnt thalab, b. | das Feld. 3, 162 ꝛc.; (ſ. berg-hinan); auch übertr.: Nichts gelang, Alles ging b. [weil man b. nur mit Schwierigkeit vorwärts kommt] IP. 24, 149 ꝛc.; dann = empor: Der Krepp wuchs ihr b. | auch ward ihr .. die Schnürbruſt enge B. 22a; Der auf dem Haupt die Haare treibt b. Mülner 3, 201. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Bevor-:</comp> (veralt.) voran, vor allen c Dingen. Luther Br. 1, 518. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Dar-:</comp> ⏑ –, –⏑, ſ. Da, Anm., zum Erſatz der im Allgem. vermiednen Verb. der Präp. in all ihren verſch. Bed. — mit dem Fw. der dritten Perſ. in Bezug auf Sachen (vgl. hieran), verkürzt dran, zuw. (nam. in der Bibel ꝛc.) auch bezÚgl. = woran: Daran (–⏑) erkenn’ ich meine Pappenheimer. Sch. 381b [an dieſem Zuge]; „Denkſt du daran, wie ich vom Feind umgeben, | mit Mühe nur die Freiheit uns gewann?“ | Ich denke dran und danke dir mein Leben, | doch du, Soldat, Soldat denkſt du daran? Holtei ꝛc. Dies Beiſpiel zeigt zugleich, daß d., wie auf etwas Vorhergenanntes, ſo auch auf einen nachfolgenden Satz weiſt — mit wie, daß oder im Inf. mit zu ꝛc.: Sie war nahe daran, ſich zu ſagen. Gutzkow 11, 272; Tieck Nov. 5, 102 u. o. [faſt ſo weit]; Ein ſolcher Plan war vorhanden, war daran, verwirklicht zu werden. Droyſen Y. 1. 192; „Es hat uns noch nie gemangelt.“ Aber wir waren daran. G. 9, 310; Ich war daran, | mein Volk in beſter Meinung zu verderben. Sch. 538a ꝛc., oft z.ſammen mit d(a)rauf: Es war drauf und dran, daß ſie abgereiſt wäre. Alexis H. 2, 3, 304; Daß er endlich drauf und dran geweſen, den Kurfurſten zu bitten 312; Gotthelf l. 297; 343; Stahr Jt. 2, 283 ꝛc., urſprüngl. rein örtlich: Er ſei in die innerſte Feſtung eingedrungen; darauf und daran muß der Herrliche .. gewiß geweſen ſein. Heinſe A. 2, 107. So auch als Ausruf: Drauf und dran! [auf den Feind ꝛc.] — Ohn’ Alfanz drum und dran. Claudius 3, 5 ꝛc. — Ein mäßig Feld, daran [woran] ein Garten ſchließet. Hagedorn 1, 109 ꝛc. — Ohne Beziehung auf etwas Vorangehndes oder Folgendes ſteht d. gewöhnl. nicht (vgl.: Zettel ankleben, und —: Hier ſind Säulen; d. werden die Zettel gekiebt ꝛc.), doch liegt zuw. dem d. ein allgem., unbeſt. Begriff (ſ. Es) oder etwas zu Ergänzendes zu Grunde. z. B.: Er dachte, den Fritz mit Geld loszumachen, wenn er ſich dran ſpielte. vHorn Schmj. 15 [an das Soldatwerden, wenn er ſich als Soldat feſtloſte]; Wer iſt dran? [an der Reihe, z. B. beim Kartenſpiel am Geben, am Ausſpielen ꝛc.]; Er muß diesmal dran [an die Reihe; ans Sterben ꝛc.]; Er hat dran glauben [ſ. d.] müſſen [an die Sache, als an etwas Ernſtes, über den bloßen Scherz Hinausgehndes]; Zwar iſt Etwas [Wahres] daran [an der Sache]. G. 39, 344; Es iſt kein wahres Wort daran. Stahr Par. 2, 312 ꝛc.; Gut, ſchlecht daran [an, in einem guten, ſchlechten Verhältnis] ſein, — mit Einem; Man weiß nie, wie man mit ihm dran iſt; Du muſſt eifrig d. ſein, dich ſehr d. [an die Sache] halten [ſehr hinterher ſein]; Er ſetzt Alles d.; Er wird ſich d. machen; Er geht ungern d., mag nicht d.; Er kommt auch noch d.; Ihm liegt Nichts d. ꝛc. ſ. die betreffenden Zeitwörter, ſo auch z. B. daran [⏑ . geben = hin-, aufgeben ꝛc. — Felſen- [2]; – ⏑́, –́⏑–; Mein Pfad ging f. Stilling 4, 271; Oft muß er f. ſich mit den Händen winden. W. 20, 209. — Fort- (⏑ –, –⏑): von einem beſtimmten Zeitpunkt an, = von jetzt an (bei Präſ. und Futur), von da an (bei einer Zeit der Vergangenh.), ſeltner = weiter, ferner, ohne Bezug auf den Ausgangspunkt: vgl. hinfort, hinfür und die dort angeführten Nbnf.: Und ſo f. (engl. and so on). Luther 6, 317a ꝛc.; F. (⏑ –) verläſſt er euch nicht mehr. Freiligrath 1, 140; 265; Garb. 90; G. 13, 250; 255; H. 15, 316; Lenau A. 147; Prutz Woch. 147 ꝛc.; Im Himmel f. (– ⏑) ſteht ſein Zelt. Freiligrath 1, 407; 216; Geibel Rod. 151; H. 15, 77; Sch. 417a; Glcich den fernen Todtenglocken | tönten f. ſeine Lieder. Uhland 322. — Friſch- (veralt.): friſchweg, ohne Umſtände und Zaudern. Luther 1, 298a ꝛc. — Grād- (⏑–): grade vorwärts, vgl. Gradaus: G. gingen ſie Beid’. V. Od. 24, 101; 17, 33. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Her-:</comp> von hinan, verſchieden wie her (ſ. d. und herab) und hin, und beide vom einfachen an als adv. dadurch, daß ſie nie das Haften an Etwas, immer aber eine Bewegung ausdrücken, und zwar nach einem als Ziel berührten Gegenſtand: Eine Kugel wird an-, aber an die Wand heran- oder hinangeſtoßen; Man treibt ein Pferd zum Laufen an, ans Ziel heran, hinan; Man rennt unvorſichtig an einen Pfoſten an, ans Zicl heran; Das Waſſer ſchwillt an, bis zu einer gewiſſen Höhe heran; Euer Feld grenzt an unſres an [keine Bewegung], es zieht ſich bis an unſer Feld heran; Man zieht Einen zu ſich heran [örtliche Bewegung]; Etwas zieht uns an [ſo daß wir mit unſerm Sinn dran haften]; Man zieht ein Kleid an, ſteckt einen Ring an, ſchnallt, gürtet einen Degen an ꝛc. Dagegen: Nur immer h.! [an die Bude, zum Kaufen; oder zum Kampf ꝛc.]. Von Zſſtzg. m. Zw. (ſ. herab 2 und 3 und hinan) bez. die Jntr. im Allgem. das Herankommen, ſich Nähern (z. B.: heran-fahren, fliegen, fließen, gehn, klettern, klimmen, kommen, kriechen, rudern, ſchiffen, ſchwimmen, ſegeln, ſteigen, treten ꝛc.; aber auch: heranbeben. V. 3, 186; ſchluchzen. HvKleiſt Erz. 1, 291; wüthen. Tieck Acc. 1, 270; brauſen, dämmern, ſauſen, ſchwirren ꝛc. = bebend ꝛc. her- ankommen), die Tranſ. das Heranbringen, Nähern, zuw. auch: Die Mitternacht heran wachen (G. 11, 19) u. ä. m. = ſo lange wachen, bis die Mitternacht kommt. — Zuw. his heran = bis her (ſ. d. und anher). Auerbach Tag. 42; Simrock Gudr. 326 ꝛc. — Die Volksſprache verkürzt heran und hinan in ’ran, z. B.: Wenn er zuerſt ’ran ritte. Alexis H. 1, 1, 242 ꝛc.; umgekehrt ) ] ſchreibt Döbel 1, 20: Die Läufte, welche dagegen heran und ſchwach ſein —, ſt. rahn, ſ. d. — Hier (⏑–, – ⏑): ſ. hier, = daran, von dem es ſich, wenn Beide zuſammenſtehn, wie dieſer von jener unterſch.; H. iſt das gegenwärtige Bild einzig. G. 31, 56 ꝛc.; H. [an dieſer Sache] bin ich Schuld, aber daran [an jener] nicht ꝛc. — Himmel- [2]: (–⏑–, –⏑–) zum Himmel hinan, gen Himmel: Ihr Kraftgeſang ſoll h. | mit Ungeſtüm uns reißen. Claudius 1, 3; Was fördert h. Sch. 68b ꝛc.; auch: H. getragen. Chamiſſo 4, 9; H. ſteigend. H. Rel. 7, 19ꝛc. — Hin- (ſ. heran): die Näherung und Richtung zu etwas meiſt höher Gelegnem bez.; dieſer Gegenſt. iſt zuw. zu ergänzen, oder ſonſt wird er mit an, zu, bis zu ꝛc. oder auch im bloßen Acc. hinzugefügt, der oft damit zu einem Wort verſchmilzt. Man beachte den Unterſch.: Wer (bis) an den, (bis) zum Berg hinangeht, nähert ſich demſelben, geht bis zum Fuß; wer den Berg hinangeht, erſteigt ihn (vgl.: Zum Strom, den Strom hinanfahren); wer den Berg hinaufgeht, geht — genall genommen — bis zum Gipfel, vgl.: Man kann nicht bergauf kommen ohne berg an zu gehn. Claudius 6, 46 ꝛc.: Dem Adler folgt und mir. H.! [gegen den Feind, auf die Mauer]. Chamiſſo 4, 181; Und wie erkam den Hof h. gefahren.3, 209; Noch lenkt er aufwärts, ſtrebet noch h., | um zu der Tiefe jenſeits umzuſchlagen. 4, 61; Wo uferlos die Flüſſe wald-h. | geſtiegen ſind. 72; Beflügelten den Lauf ſie land-h. 118; Verfolgte 7 )- berg-h. des Wildes Spur. 93; Kinder, berg-h., | auf Schanzen und Geſchütz. Gleim 4, 19; Zur Sonn’ h. | ſoll mich ſelbſt die Weiſe tragen. Freiligrath Garb. 72; Zu ſingen nach Luſt zum Himmel h. G. 4, 37; Erreget Geiſt und Herz zu der Natur | erhabnen Gipfeln, ja zu Gott h. 10, 221; Wir ſtiegen .. den Berg h. 14, 229; Dem Feind die Stirn geboten und h. gegangen. Luther 8, 4a; Hier, da h. ꝛc., vgl. anhin. — Hinfür- (mundartl., veralt.): hinfür, z. B. Berlichingen 256, 262. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Hint-:</comp> ſ. hin-dann, dagegen in rein örtlicher Bed. hinten- und hinter-an: Der Buchbinder ſoll das Heft noch, der Fuhrmann das Pferd hintenan binden oder hinten anbinden; Vorn ging die Geiſtlichkeit. hintenan kamen die Andern; Wir riefen: Alles hinter- an [hinterdrein], | was Herz im Leibe hat. Gleim 4, 11. — Hügel- [2]: (–⏑–, –⏑–) Fußtritte h. Kommender. l⏑]. Immermann M. 1, 458. — Mauer- [2]: Steigen m. Uhland 479. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Nahe-:</comp> in der Nähe: Er wohnt n., nächſtan bei mir. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Neben-:</comp> (–⏑–, –⏑–) ſeitwärts angrenzend ꝛc., daneben, meiſt räumlich, doch z. B. auch: N. [neben-bei, -her] fehlt es auch nicht am Laufen. Zelter 5, 42. — Als ſie n. den Vater hörten. Gutzkow 11, 272; Von dem n. befindlichen Schlafkabinett. R. 6,170 ꝛc.; ⏑ 7 zuw. mit Dat. (ſ. oben-, vor-an): Der n. ihm ritt = zur Seite. Reithard 86; N. der Brücke. Heinſe (Körte 1, 342). — Oben- (– ⏑–, –⏑–): auf dem (den) oberſten, vornehmſten Platz, in erſter Reihe: O. ſitzen, ſtehn, ſetzen, ſtellen ꝛc.; Feuer iſt o. G. 10, 275; zuw. m. Dat.: Mein Ruf ſtand meiſt den Beſten o. Schlegel Cymb. 3, 3; Zelter 4, 444 ꝛc. (ſ. neben-, voran). Bis oben an [bis oben hinauf] mit Allem wollen. W. 12, 68. — Rücken- [2]: (– ⏑–, –⏑ –) Sind die Händ ihm r. ſauf den Rücken] [ . gebunden. Taloj 2, 149; 151. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>So-:</comp> ſomit, ſonach (ſelten): Weil ſonſt mit der Sache auch das Zeiche, und ſoan Alles verloren ſei. Claudius 7, 26. — Sterz en- [2]: Spate. — Strom- (⏑ –, – ⏑): Wer ſt. (⏑t–) den Ⅰ⏑] Nachen zieht. Freiligrath Pol. 1, 15. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Unten-:</comp> Ggſtz. von obenan: Er ſicht ſein Schätzel u. G. 8, 50 ꝛc. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Vor-:</comp> vorne mit Rückſicht auf das Hinterdreinfolgende, ſich daran Reihende, oder auch auf das Zurückbleibende, zuw. auch das Vorzüglichere bez. (ſ. vorauf und voraus): Stolz v., Schande hinterdrein. Sprchw.: Wenn man mich einmal, die Füße v., hereinſchleppt. G. 15, 18; 14, 229; Grüße ſie mit heitrem Blick und v. [vor den Andern] die Meine. 6. 75; Der Bediente v., der alte Baron hinterher. Immermann M. 3, 307; Krüppel will überall v. tanzen. L. 10, 234; Des Mäoniden Harfe ſtimmt v. Sch. 23b; Sprach’s und eilte v., ihm folgete Pallas. V. Od. 1, 125 ꝛc. Das Nachfolgende, Zurückbleibende zuw. mit vor: Weit v. war er vor ſeinem Herrn. Talvj 2, 285 ꝛc., 4 - öfter m. Dat : Der Sonne v., | vollbracht’ ich im Fluge noch meine Bahn. Chamiſſo 3, 103; [Die Fahne] fliegt v. der Bürgerwehr. Freiligrath Pol. 1, 71; Der Fackel Flamme, morgendlich dem Stern v. | in Vaterhänden aufgeſchwungen. G. 10, 275; Ritt er voran der Karawane. Heine Rom. 80; Der du ſtets die Pfade, | mir v., mit deinem Schwerte bahnteſt. Platen 4, 283; Einem v.-eilen, gehn, fahren, ſchreiten ꝛc.; Eine m v. jagen [ſo daß er zurückbleibt], Einen v. jagen [ſo daß er die Übrigen hinter ſich bekommt] ꝛc. Auch als männl: Hw.: Er, unſer V. [Führer]. V. Ar. 3, 11. — Seltner = vorne, in Bezug auf Unbewegliches: V. grünt das Thal . . ., in grauem Duft lagern ſich die Gebirge. Heinſe A. 2, 7 [ſ. vornan]; oder = vorwärts ohne Bezug auf Andres, was dahinten iſt oder bleibt: Hurtig! Macht v.! Auerbach D. 4, 130; Wollte es nicht mehr recht v. mit der Wirthſchaft. Spindler Stadt 1, 2; oder zeitlich = vordem, zuvor: Was deine Hände ſchon v. vor Werk gethan. Opitz; Und nimmt ſchon hier v. [vorweg] ein Theil derſelben Luſt. 1, 170 ꝛc. — Vorn(e)-, Vornen-: vorn von Unbeweglichem in Bezug auf Andres ſich daran Reihndes, darauf Folgendes: Er wohnt vorn- an im Dorf; Der in ſeinen Vorleſungen ſtets vornenan ſitzt. Vogt Oc. 1, 67. — Wohl-, adv.: friſch, muthig: Er taucht ins Meer w. Uhland 469; gewöhnl. interj.: an das Werk! friſch angefangen! nur zu! Ruf der Ermuntrung, des raſchen Entſchluſſes ꝛc.: Verurtheilt Alle der Name Grieche ..: w.! ſo würgt mich. Sch. 29b; Jetzo w., merk auf! V. Od. 1, 273 u. v. — Dafür mundartl., veralt. b(e)lan. Grimm 2, 63 ff. — Wolken- [2]: 7 . (–́⏑–, –⏑–) Die Spitzen reichen w. Blumauer 1, 32. — Wor- (⏑–, –⏑) Verſchmelzung von an mit dem frag. oder bezügl. Fw. was, ſ. d. und vgl. daran. — Zuvor- (veralt.): zuvor. Luther 1, 150b; Zinkgräf 1. 288; 2. 3 u. ä. m. r ~</entry>
        </p>
      </entry>
    </body>
  </text>
</TEI>
